Es gibt wohl keine Stadt in Deutschland bei der der Unterschied größer wäre, nämlich zwischen weltmännischem Image / „gefühlter“ Größe in Bezug auf die Einwohnerzahl. Baden-Baden wird in einem Atemzug mit Städten wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf Frankfurt und München genannt - doch die  „Weltmetropole“ Baden-Baden hat nur 60000 Einwohner. 


In Baden-Baden angekommen stellt man fest, dass die Stadt in in einem tiefen  Tal liegt,  umgeben von den Hängen und Bergen des Schwarzwaldes.  Durch die Kessellage können heiße Tage im Sommer können durchweg unangenehm in Baden-Baden sein. Wer die Möglichkeit hat, sollte einen Ausflug auf den Merkurberg machen. Wer nicht laufen will, der kann die Merkurbahn nutzen. Dazu später mehr.


Bemerkenswert und offensichtlich: Baden-Baden hat einen der  größten Stadtparks Deutschlands:  Zentrale Lebensader und zugleich „Flaniermeile“ ist die Lichtentaler Allee, die zugleich pulsierend und Muße versprechend, durch die Innenstadt von Baden-Baden, und dann vorbei an prächtigen Villen, meist sind die privateren, intimeren Rückseiten der Villen zu sehen,  der Gründerzeit  zum Lichtentaler Kloster,  führt.


Baden-Baden die Kurstadt


Bereits die Römer kannten und nutzten die Heilquellen Baden-Badens und errichteten 80 n. Chr. die ersten Mauern. Fundstücke ausgestellt in den „Park-Katakomben“,  unterhalb des Friedrichsbades, zeugen von der Geschichte der Stadt dieser Zeit.  Baden Baden erlangte aber erst kurz vor 1800 das Renommee einer Kur- und Kulturstadt. In dieser Zeit entstand Europas erstes Luxushotel, der Badische  Hof, und ein wenig später das klassizistische Kurhaus von Baden-Baden in seiner heutigen Optik. Einige Jahre später wird  Baden-Baden zum  Ziel der Sommerfrischler, als die Bahn von Mannheim über Baden-Baden nach Basel geführt wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurde dann Baden-Baden vollends interessant für eine Spielbank, die noch heute Weltruf genießt.


Baden-Baden, die Wellness-Stadt


Zum Ruf einer Kurstadt trägt mit  Sicherheit das imposante Friedrichsbad bei.  Eine Fassade, die sowohl auf die Römische Vergangenheit der Stadt hinweist, und die doch zugleich puristische Elemente der Gründerzeit unverkennbar zu einem damaligen Zeitpunkt der Eröffnung1877 besitzt. Im Inneren empfängt ein prächtiger Kuppelbau mit einem Kreisrunden Schwimmbecken den Besucher.


Idee war die römische Badekultur mit unterschiedliche warmen Thermalbädern mit der irischen Badetradition der Heißluftbäder zu kombinieren. Ein absolutes „must“ bei Ihrem Besuch in Baden-Baden ist „das Programm mit 17 Stationen  zu mehr Wohlbefinden“  im Friedrichsbad.


Die Trinkhalle in Baden-Baden wurde von einem Schüler von Friedrich Weinbrenner gebaut. Am auffälligsten der lange, offene Säulengang mit den Bildern. Es sind Szenen aus Mythen und Sagen rund um Baden-Baden. Drinnen kann man das Wasser aus einer Heilquelle trinken. Aus 2000 m Tiefe erblickt das Thermalwasser hier und an weiteren Stellen in Baden-Baden das Licht. Herz- und Kreislaufschwächen, Stoffwechselstörungen und Atembeschwerden werden mit einer Kur in Baden-Baden behandelt.


Baden-Baden, die Kulturstadt


Eine herausragende und für Baden-Baden prägende Persönlichkeit war Pauline Viardot. Sie war Sängerin, veranstaltete Matinees und Liederabende.  Clara Schumann, Franz Liszt, Richard Wagner und Theodor Storm, Otto von Bismarck, Wilhelm und Augusta von Preußen  gehörten zu ihren Gästen. Pauline Viardot war es so zu verdanken, dass Baden-Baden von einer deutschen  Kurstadt  zu einer internationalen Kulturstadt avancierte. Eine Büste ihr zu Ehren finden Sie im Park an der Lichtentaler Allee. Unbedingt zu empfehlen ist der Besuch in einem der schönsten Museen der zeitgenössischen Kunst, dem Frieder Burda Museum.  Das Frieder Burda Museum wurde vom renommierten New Yorker Stararchitekten  Richard Meier entworfen. Ein Besuch lohnt immer, da im Frieder Burda Museum vor allem Wechselausstellungen inszeniert werden.


Geradezu Weltruhm hat das Festspielhaus in Baden-Baden. Events, Ballettaufführungen und atemberaubende Musikerlebnisse, mit Gästen und Künstlern wie  Anne-Sophie Mutter, Daniel Barenboim, Kent Nagano, Placido Domingo, James Levine, Thomas Hampson, um nur einige zu nennen,  traten hier schon, im Festspielhaus von Baden-Baden,  vor einem begeisterten Publikum auf.  


Baden-Baden, die Weltstadt


Natürlich darf man bei der Aufzählung der Sehenswürdigkeiten weder das Alte Schloss,  hoch über Baden-Baden,  noch das Neue Schloss vergessen. Das Alte Schloss ist ein beliebtes Ausflugsziel, bzw. die Ruine des Alten Schlosses, das seine Blütezeit zwischen 1000 und 1600 n. Chr. erlebte,  und dann durch einen Brand zur Ruine wurde.  Danach wurde das Neue Schloss zum Amtssitz der Markgrafen von Baden. Nachdem eine kuwaitische Immobilienfirma das Anwesen gekauft hatte, sollte das  Schloss 2013 aus seinem Dornröschenschlaf als Luxushotel erwachen. Leider wurde bisher daraus nichts, noch immer stehen die Gerüste. Nichts geht mehr. Ein Schandfleck in einer Stadt, die vom Bombardement der Alliierten verschont blieb.  Im besten Falle erinnert die Baustelle an ein Werk des Verhüllungskünstlers Christo.  Trotz-alle-dem: Das Neue Schloss ist zu Fuß vom Stadtkern bestens erreichbar und das Ziel eines schönen Bergauf-Spaziergangs, zum Bespiel über eine Treppe vom Marktplatz aus, wo sich auch die Stiftskirche befindet, auf einer Erhöhung in der Innenstadt und somit weithin sichtbar.


Der Merkurberg / Merkurturm als  Wahrzeichen


Ein weiteres Wahrzeichen ist der Merkurberg mit dem Merkurturm und der Merkurbahn, einer Standseilbahn, die  Sie 370 Höhenmeter in 5 Minuten und über eine Strecke von 1200 m überwinden lässt. Ideal auch als Familienausflug für technikbegeisterte Kinder und Junggebliebene. Ein Fahrstuhl im Merkurturm bringt Sie auf die 23 m hohe Aussichtsplattform. Genießen sie einen einmaligen Rundblick über Baden-Baden, den Schwarzwald, das Murgtal. Bei guter Sicht erschließt sich der Blick nicht nur bis zur Rheinebene, sondern sogar bis zum Pfälzer Wald und den Vogesen. In der Gaststätte dem Merkurstüble, bei schönen Wetter auf der prächtigen Sonnenterrasse lässt es sich  ausruhen, bei Schönwetterlage kann man den Gleitschirmflieger  zuzuschauen, die hier ebenfalls ihr Domizil gefunden haben.


Nicht zuletzt ist der mondäne Ruf Baden-Badens durch die Luxushotels geprägt. An erster Stelle das legendäre Brenner‘s Park-Hotel & Spa, das Dorint  Haus Messmer, direkt neben dem Kurpark, das Hotel  Europäischer Hof, und selbstverständlich das Hotel Bühlerhöhe (von dem man leider nachdem es geschlossen wurde bis heute nicht weiß was daraus wird, der nächste Wiedereröffnungstermin ist für 2016 jetzt vorgesehen), hoch oben über Baden-Baden, mit einem prächtigen Hotelpark,  an der Schwarzwaldhochstraße gelegen.


Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Baden-Baden


Unsere Hotelempfehlung:


Roomers in Baden-Baden - Es wird demnächst eröffnen, oder es ist bereit offen zu dem Zeitpunkt zu dem Sie diese Zeilen lesen.


Weitere Hotels:


Brennerspark Baden-Baden ***** , Dorint Maison Messmer *****  Aqua Aurelia Suitenhotel ***** Steigenberger Europäischer Hof *****, Hotel Bel Epoque  Rathausglöckel ****, Hotel am Sophienpark ****, Heliopark Bad Hotel zum Hirsch ****  Atlantic Parkhotel ****, Radisson Blu Badischer Hof, Hotel Der kleine Prinz ****

Baden-Baden

Fotos aus dem Rosengarten Gönneranlage Baden-Baden

Fotos aus Baden-Baden

Fotos von der Merkurbahn, auf dem Merkurberg